Delegiertenversammlung 2009
12. Legislaturperiode
18. Februar 2009
Unterstützung des Projekts "Evaluation der Weiterbildung"
(einstimmig angenommen)
Die Delegiertenversammlung möge beschließen:
Die durch die Bundesärztekammer geplante flächendeckende Evaluation der ärztlichen Weiterbildung nach Schweizer Vorbild wird von der Delegiertenversammlung der Berliner Ärztekammer ausdrücklich begrüßt.
Der Vorstand wird aufgefordert, bei der Bundesärztekammer darauf hinzuwirken, dass entgegen der bisherigen Planung, die Ergebnisse der Befragungen der Weiterbildungsassistenten nicht nur den Weiterbildungsbefugten, sondern auch den befragten Weiterbildungsassistenten selbst zur Kenntnis gebracht werden und idealerweise die Ergebnisse auch öffentlich im Internet zugänglich gemacht werden.
Sollte dies überregional derzeit nicht durchsetzbar sein, wird der Vorstand aufgefordert, zumindest im Zuständigkeitsbereich der Berliner Ärztekammer für die gebotene Transparenz im oben skizzierten Sinne zu sorgen
Begründung:
Die transparente Überwachung und Evaluation der letztlich von der Ärztekammer auch inhaltlich zu verantwortenden ärztlichen Weiterbildung ist seit langer Zeit als drängendes Problem erkannt.
Die neue Weiterbildungsordnung hat hier versucht, etwa durch die Forderung eines verbindlichen Weiterbildungskurrikulums in jeder einzelnen Weiterbildungsstätte die Strukturierung zu verbessern.
Die Auswertung einer flächendeckenden strukturierten Befragung der Weiterbildungsassistenten über die gefühlte Qualität der Weiterbildung ist hier ein logischer weiterer sSchritt und eigentlich als solcher seit Jahren überfällig.
Das Vorhaben der Bundesärztekammer, die Ergebnisse einer solchen Befragung - bezogen auf die Ergebnisse einer konkreten Weiterbildungsstätte - nur den Weiterbildungsbefugten, nicht aber den befragten Weiterbildungsassistenten zur Kenntnis zu bringen kann nur als Versuch gewertet werden, die befugten Chefärzte dazu zu bringen, an dieser Befragung teilzunehmen, weil befürchtet wird, dass sie an diesem Vorhaben andernfalls nicht teilnehmen.
Die umfassende Veröffentlichung der Ergebnisse einer solchen Befragung auch an die Weiterbildungsassistenten ist jedoch eine Voraussetzung dafür, dass für die Assistenzärzte eine solche befragung sinnvoll erscheint und diese mit sinnvollen Antworten an einer solchen Befragung teilnehmen.
In Zeiten, in denen sich Krankenhäuser in kaufmännischen Angelegenheiten und Fragen der Qualitätssicherung einem umfassenden Wettbewerb stellen, kann erwartet werden, dass dies auch in Zeiten eines sich abzeichnenden Ärztemangels beim Wettbewerb um Weiterbildungsassistenten geschieht.
Eine gute Bewertung der erfahrenen Weiterbildung durch die Assistenten wird in Zukunft eine wesentliche Entscheidungshilfe sein, sich an solchen Weiterbildungsstätten zu bewerben.
Julian Veelken
- FrAktion Gesundheit -
Bericht von der Delegiertenversammlung aus Berliner Ärzte 4/2009
Drucksachen der Delegiertenversammlung
der Ärztekammer Berlin
(eingereicht durch die Fraktion Gesundheit)
11. Legislaturperiode
Folgende Anträge der FrAktion Gesundheit wurden behandelt und beschlossen:
25.06.2003
Gründung eines Ausschusses für Menschenrechtsfragen
22.10.2003
Besetzung der Ständigen Konferenz Weiterbildung bei der Bundesärztekammer
22.10.2003
Umsetzung des EuGH-Urteils zum Bereitschaftsdienst in den Kliniken
25.08.2004
Weiterbildung Ombudsmann
29.09.2004
Empfehlung einer Satzungsänderung der Ärzteversorgung zur Gleich-stellung nichtehelicher Lebensgemeinschaften
10.11.2004
Statut der Vertrauensperson in der Weiterbildung
19.01.2005
Situation der Berliner Krankenhäuser
20.04.2005
Medizinische Behandlung von Menschen ohne legalen Aufenthaltsstatus
22.06.2005
Besetzung der Position eines Ombudsmannes für die Weiterbildung
28.09.2005
Die DV lehnt zum wiederholten Mal ebenso wie der 108. Deutsche Ärztetag 2005 in berlin die Einführung und Anordnung fachübergreifender Dienst in den Berliner Krankenhäusern ab.
15.02.2006
Antrag der Fraktion Gesundheit zur INEK-Erhebung
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